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Frank Löffler

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Frank Löffler,

Enkel von Springerlegende Sepp Weiler


Zur Hompage von Frank Zur Hompage von Frank
Frank Löffler im Flug von der Skiflugschanze in Oberstdorf
Zur Hompage von Frank

 

Geburtstag: 9. August 1980
Geburtsort: Immenstadt i.A.
Geschwister: zwei Brüder, Marc (16.8.85) und Luca (27.8.98)
Familienstand: ledig
Verein: Skiclub Oberstdorf

Größe: 187 cm, Gewicht: 70 kg
Haarfarbe: braun, Augenfarbe: braun
Hobbies: Lesen, Computer, Kino, Snowboarden
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Sportliche Laufbahn:

Weltmeisterschaften:

2001 in Lahti: 28. Normalschanze, 40. Großschanze

Weltcup:

1998/99: 24. in Harrachov, 43.,37.,42. in Planica (Skifliegen)
1999/00: 7. und 8. in Iron Mountain, 12. in Zakopane, 14. in Lahti
1999/00: 22. bei der Vierschanzentournee
1999/00: 31. im Gesamtweltcup

1999/00: 10. im Sommer-Garnd-Prix
2000/01: 9. und 13. in Kuopio, 14.Harrachov
2000/01: 23. im Gesamt-Weltcup
2001/02: 23. in Neustadt
2001/02: 71. im Gesamt-Weltcup

Continentalcup:

2001/02: 3.Gallio, 3.Schönwald, 4.Braunlage, 6.Zao, 7.Lauscha, 7.Schönwald, 9.Courchevel, 9.Gallio, 10.Planica, 13.Bischofshofen, 14.Innsbruck, 14.Bischofshofen

2001/02: 12. in der Gesamt-Wertung
So 2002: 1. Oberstdorf, 15. Velenje, 18. Velenje
So 2002: 17. in der Sommer-Wertung

Junioren WM:

1998 in St.Moritz: Junioren-Weltmeister mit dem DSV-Team, 14. im Einzel

Deutsche Meisterschaften:

2000 in Oberstdorf: Deutscher Meister mit Team Bayern, 3. Einzel
2001 in Oberhof: nicht am Start
2002 in Winterberg: Deutscher Meister Einzel, Deutscher Meister im Team

2003 in Oberwiesenthal: 3. im Einzel und Deutscher Meister im Team
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Immer wieder werde ich gefragt, was macht eigentlich Frank Löffler. Ich sollte es wissen - ich bin sein Onkel.

Frust und Endtäuschung

... beendeten am 17. Juli 2004 seine 18-jährige Skispringerlaufbahn. Er hielt den Druck und das Spießrutenlaufen seelisch und nervlich nicht mehr aus.
Reinhard Hess, sein früherer Trainer, sah in ihm den Nachfolger von Martin Schmitt.

Aber nun zu dem Grund, der Frank dazu veranlasste, mit erst 24 Jahren dem Skispringen den Rücken zukehren. Ich beschränke mich hierbei auf das Wesentliche.
Frank musste sich im Jahr 2002 einer Operation an der Patellasehne im Knie unterziehen und musste deshalb in der Wintersaison 2002/03 verletzungsbedingt aussetzen. Sein Arzt sagte ihm, er müsse unbedingt mehr Beinmuskulatur aufbauen, um sein Knie zu stabilisieren und um präventiv möglichen Folgeschäden vorzubeugen. Frank wurde daraufhin speziell von Reinhard Bär (Extrainer von Jens Weißflog) betreut und trainiert. Die logische Konsequenz des Aufbautrainings war, dass er dadurch auch etwas "schwerer" wurde. Er wog 72 kg bei einer Körpergröße von 187 cm.
Trotz seines "Übergewichts", wäre er im Sommer 2003 bei der deutschen Meisterschaft in Oberhof beinahe als Sieger auf dem Podest gestanden. Leider riss ihm beim Aufsprung das Band am Ski und er wurde "nur" Dritter. Am Folgetag sprang er dann neuen Schanzenrekord und wurde mit der Länderauswahl Bayerns Deutscher-Mannschaftsmeister.

Nun zur Sache:

Der inzwischen entlassene DSV-Trainer Steiert machte ihm schriftlich zur Auflage, er müsse bis zum Winter 2003/04 mindestens 4 kg abnehmen, da er ansonst von sämtlichen Veranstaltungen und Wettkämpfen ausgeschlossen würde. Frank stand zwischen zwei Stühlen. Auf der einen Seite sein Arzt, der ihm zum Schutz seiner eigenen Gesundheit, zu eine Stärkung seiner Beinmuskulatur riet - auf der anderen Seite, seine DSV-Trainer, die Ihn unmissverständlich zur Gewichtsreduzierung aufforderten. Diese wäre jedoch nur realisierbar, durch die Verringerung, der aus medizinischer Sicht notwenigen, Muskelmasse. Frank hatte zwischen seiner eigenen Gesundheit und seiner Karriere im DSV zu entscheiden, was für einen Leistungssportler soviel bedeutet, wie die Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Frank entschied sich für seine Gesundheit. Diese "Befehlsverweigerung" hatte zur Folge, dass er vom DSV für den Winter 2003/04 aus dem A-Kader verbannt und für sämtlichen Veranstaltungen und Wettkämpfe ausgeschlossen wurde. Dies war der Beginn einer Reihe von Intrigen und unhaltbaren Unterstellungen und Verleumdungen, die gezielt gegen die Person Frank Löffler gerichtet waren. - Ein Trauerspiel!

Die Presse, darunter auch "Der Spiegel" berichteten ausführlich über diese ganze Farce.

Fazit:

Steiert wollte Frank Löffler einfach nur los werden. Er war zu unbequem, weil er es wagte, sich öffentlich über die abnormen Methoden der Gewichtsreduzierung im Skispringen zu äußern. Getreu dem Motto und der Gleichung < Gewicht gleich > Weite.

Ein Sportler hat gefälligst zu schweigen und ausschließlich den Anweisungen seines Trainers Folge zu leisten. Vasallentum im 21. Jahrhundert.
Dabei stellt sich einem die Frage, wie tief muss man eigentlich charakterlich sinken, um einem jungen und hoffnungsvollen Talent die Skisprungkarriere zu zerstören?

Als Konsequenz der öffentlichen Diskussion und des öffentlichen Drucks hat die FIS mittlerweile im Skispringen ein Body-Index eingeführt. Dies ist erst der 1. Schritt und zeigt, wie wichtig das couragierte Verhalten von Frank war, der die Missstände beim Namen genannt hat. Auch wenn es ihm seine Karriere gekostet hat, so geht er wenigstens in dieser Auseinandersetzung als moralischer Sieger hervor. Aber ist der Preis hierfür gerechtfertigt?

Ich bin froh, dass mein Vater, bzw. der Opa von Frank, Sepp Weiler, dieses Intrigespiel nicht mehr mit erleben musste. Er wäre zu tiefst enttäuscht gewesen, wie sich sein über alles geliebtes Skispringen entwickelt hat.

Nun kennen Sie die wahre Geschichte.

Bernd Weiler